Herbstputz: 15 Aufgaben, die dein Zuhause fit für den Winter machen
Wenn die Tage kürzer werden und wir wieder mehr Zeit zu Hause verbringen, ist ein guter Zeitpunkt für einen gründlichen Herbstputz. Dabei geht es nicht darum, die ganze Wohnung an einem Wochenende auf den Kopf zu stellen.
Viel sinnvoller ist es, sich die Bereiche vorzunehmen, die im Alltag häufig liegen bleiben. Sommerkleidung kann verstaut, Vorräte können kontrolliert und Schränke neu geordnet werden. Gleichzeitig lassen sich Fenster, Heizkörper und andere Stellen reinigen, die beim normalen Wochenputz oft zu kurz kommen.
Mit einer einfachen Herbstputz Checkliste arbeitest du die wichtigsten Aufgaben Schritt für Schritt ab und machst dein Zuhause ohne unnötigen Stress fit für die kalte Jahreszeit.
Was gehört zum Herbstputz?
Ein Herbstputz verbindet gründliches Reinigen, Aussortieren und Organisieren. Anders als beim normalen Wochenputz kümmerst du dich dabei auch um Bereiche, die nicht jede Woche gereinigt oder neu sortiert werden müssen.
Dazu gehören zum Beispiel Fenster und Heizkörper, aber auch Kleiderschrank, Vorräte, Kühlschrank und Haushaltsartikel. Gleichzeitig kannst du Dinge aussortieren, die du nicht mehr brauchst, und häufig genutzte Bereiche für Herbst und Winter neu organisieren.
Du musst dabei nicht alles an einem Tag erledigen. Teile dir die Aufgaben lieber auf mehrere Tage auf. Die folgende Herbstputz Checkliste mit 15 Aufgaben hilft dir dabei, strukturiert vorzugehen und nichts Wichtiges zu vergessen.
1. Sommerkleidung aussortieren und verstauen
Bevor dicke Pullover und Winterjacken wieder mehr Platz brauchen, lohnt sich ein kurzer Blick in den Kleiderschrank. Sortiere Sommerkleidung aus, die du in den nächsten Monaten nicht benötigst, und verstaue sie sauber und trocken.
Nutze die Gelegenheit auch gleich zum Aussortieren. Was nicht mehr passt, beschädigt ist oder den ganzen Sommer ungetragen geblieben ist, muss nicht automatisch bis zum nächsten Jahr im Schrank bleiben.
Wenn dein Kleiderschrank grundsätzlich mehr Ordnung braucht, findest du in unserem Beitrag „Kleiderschrank organisieren“ eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
2. Jacken, Schuhe und Winterkleidung vorbereiten
Hole Winterjacken, Schals, Mützen und wärmere Schuhe hervor und prüfe, ob alles sauber und einsatzbereit ist. So bemerkst du rechtzeitig, wenn etwas gewaschen, repariert oder ersetzt werden muss.
Was du häufig brauchst, sollte jetzt gut erreichbar sein. Selten genutzte Kleidung kann weiter hinten oder oben im Schrank bleiben.
3. Eingangsbereich und Garderobe neu organisieren
Mit der kalten Jahreszeit sammeln sich im Eingangsbereich schnell Jacken, Schuhe, Schirme und Taschen. Räume deshalb zunächst alles weg, was du im Herbst und Winter nicht brauchst.
Gib anschließend den häufig verwendeten Dingen einen festen Platz. Ein Korb für Mützen und Handschuhe, eine Ablage für Schlüssel oder ein bestimmter Platz für nasse Schuhe können schon ausreichen, damit die Garderobe im Alltag ordentlich bleibt.
4. Fenster und Fensterrahmen gründlich reinigen
Fenster gehören zu den Arbeiten, die beim normalen Wochenputz leicht aufgeschoben werden. Beim Herbstputz kannst du deshalb nicht nur die Scheiben reinigen, sondern auch Rahmen und Fensterbänke gründlich säubern.
Entferne dabei Staub und Schmutz aus Ecken und kontrolliere gleichzeitig Rahmen und Dichtungen auf sichtbare Verschmutzungen oder Feuchtigkeit.
5. Heizkörper entstauben und freiräumen
Bevor die Heizperiode richtig beginnt, solltest du die Heizkörper von Staub befreien. Vergiss dabei die Zwischenräume und den Bereich hinter dem Heizkörper nicht.
Prüfe außerdem, ob Möbel, Vorhänge oder abgestellte Gegenstände direkt vor den Heizkörpern stehen. Ein freier Bereich rund um den Heizkörper ist auch eine gute Gelegenheit, dort angesammelte Dinge auszusortieren und wieder Ordnung zu schaffen.
6. Küche gründlich reinigen
Beim Herbstputz lohnt es sich, in der Küche auch die Stellen zu reinigen, die im Alltag schnell vergessen werden. Wische Schrankfronten und Griffe ab, reinige Arbeitsflächen gründlich und nimm dir Bereiche wie die Oberseite der Küchenschränke oder den Platz unter kleinen Küchengeräten vor.
Nutze die Gelegenheit gleichzeitig, Dinge von der Arbeitsfläche zu nehmen, die du kaum verwendest. Weniger herumstehende Gegenstände sorgen nicht nur für mehr Ordnung, sondern erleichtern auch das tägliche Saubermachen.
7. Vorräte kontrollieren und Speisekammer ordnen
Gehe deine Vorräte einmal vollständig durch. Kontrolliere das Mindesthaltbarkeitsdatum, stelle bereits geöffnete Lebensmittel nach vorne und fasse ähnliche Produkte zusammen.
So erkennst du schneller, was vorhanden ist und was tatsächlich nachgekauft werden muss. Gleichzeitig verhinderst du, dass Lebensmittel ganz hinten im Schrank vergessen werden.
Wenn du deine Vorräte grundsätzlich neu strukturieren möchtest, findest du weitere Ideen unter „Speisekammer organisieren“.
8. Kühlschrank ausräumen und reinigen
Räume den Kühlschrank einmal komplett aus und wische Böden, Fächer und Ablagen gründlich sauber. Kontrolliere dabei die Lebensmittel und entsorge Verdorbenes.
Beim Einräumen kannst du ähnliche Lebensmittel zusammenstellen und häufig benötigte Produkte so platzieren, dass du sie sofort siehst. Mehr Tipps dazu findest du in unserem Beitrag „Kühlschrank organisieren“.
9. Bad und Kosmetik aussortieren
Auch im Badezimmer sammeln sich mit der Zeit leere Verpackungen, alte Produkte und Kosmetik an, die kaum noch verwendet wird. Gehe Schränke und Schubladen durch und behalte nur das, was du tatsächlich benutzt und noch verwendbar ist.
Anschließend kannst du Pflegeprodukte und Make-up nach Kategorien sortieren und den häufig verwendeten Dingen einen festen Platz geben. Eine ausführliche Anleitung findest du unter „Kosmetik organisieren“.
10. Schränke und Schubladen ausmisten
Beim Herbstputz musst du nicht jeden Schrank komplett neu organisieren. Konzentriere dich auf die Bereiche, in denen sich besonders schnell Unordnung ansammelt.
Nimm den Inhalt heraus, entferne Dinge, die nicht mehr benötigt werden, und lege zusammengehörige Gegenstände wieder gemeinsam zurück. Wichtig ist dabei weniger ein perfektes Ordnungssystem als ein fester und sinnvoller Platz für die Dinge, die du regelmäßig brauchst.
11. Decken, Kissen und Heimtextilien auffrischen
Im Herbst kommen Decken, zusätzliche Kissen und andere gemütliche Textilien wieder häufiger zum Einsatz. Nutze den Herbstputz, um sie zu waschen oder gründlich auszulüften und gleichzeitig auszusortieren, was du nicht mehr verwendest.
Sommerliche Textilien kannst du sauber verstauen. So liegen im Wohnbereich nur noch die Dinge, die du in den kommenden Monaten tatsächlich brauchst.
12. Schwer erreichbare Stellen reinigen
Einige Bereiche werden beim normalen Putzen leicht übersehen. Dazu gehören zum Beispiel die Flächen auf hohen Schränken, Bereiche hinter und unter Möbeln, Fußleisten oder schwer erreichbare Ecken.
Du musst dafür nicht die komplette Wohnung auseinandernehmen. Suche dir gezielt die Stellen aus, die beim regelmäßigen Putzen normalerweise nicht drankommen.
13. Putzmittel und Haushaltsvorräte kontrollieren
Wirf einen Blick in deinen Putzschrank und auf andere Haushaltsvorräte. Leere Verpackungen, unbrauchbare Produkte und Dinge, die du nicht mehr verwendest, nehmen unnötig Platz weg.
Sortiere ähnliche Produkte zusammen und stelle häufig benötigte Putzmittel so hin, dass du sie schnell erreichst. Bevor du etwas nachkaufst, prüfe zuerst, was bereits vorhanden ist. Das verhindert doppelte Einkäufe und hält den Vorrat übersichtlich.
14. Einen einfachen Putzplan für Herbst und Winter festlegen
Nach einem gründlichen Herbstputz soll die neu geschaffene Ordnung möglichst lange erhalten bleiben. Dafür brauchst du keinen komplizierten Haushaltsplan.
Verteile wiederkehrende Aufgaben lieber auf kleine Einheiten über die Woche. So sammelt sich weniger Arbeit für einen einzigen Putztag an.
Wenn du dafür eine einfache Struktur möchtest, findest du in unserem Beitrag „Putzplan erstellen“ eine Anleitung und einen kostenlosen Wochen-Putzplan zum Herunterladen.
15. Eine kleine Herbst-Routine einführen
Zum Abschluss brauchst du keine weitere große Aufräumaktion. Viel hilfreicher ist eine kleine Routine, die verhindert, dass sich die gleichen Dinge wieder ansammeln.
Nimm dir beispielsweise jeden Abend fünf bis zehn Minuten Zeit, herumliegende Gegenstände an ihren Platz zurückzubringen, die Küche kurz aufzuräumen oder den Eingangsbereich zu ordnen.
Entscheidend ist nicht, dass dein Zuhause ständig perfekt aussieht. Eine einfache Routine soll dafür sorgen, dass Ordnung im Alltag weniger Arbeit macht
Herbstputz Checkliste zum Abhaken
Du möchtest deinen Herbstputz Schritt für Schritt erledigen? Mit dieser Checkliste behältst du den Überblick und kannst die Aufgaben einfach auf mehrere Tage verteilen.
☐ Sommerkleidung aussortieren und verstauen
☐ Jacken, Schuhe und Winterkleidung vorbereiten
☐ Eingangsbereich und Garderobe organisieren
☐ Fenster und Fensterrahmen reinigen
☐ Heizkörper entstauben und freiräumen
☐ Küche gründlich reinigen
☐ Vorräte kontrollieren und Speisekammer ordnen
☐ Kühlschrank ausräumen und reinigen
☐ Bad und Kosmetik aussortieren
☐ Schränke und Schubladen ausmisten
☐ Decken, Kissen und Heimtextilien auffrischen
☐ Schwer erreichbare Stellen reinigen
☐ Putzmittel und Haushaltsvorräte kontrollieren
☐ Putzplan für Herbst und Winter festlegen
☐ Kleine Herbst-Routine einführen
Mein Tipp: Versuche nicht, alles an einem Tag zu erledigen. Teile die Liste beispielsweise auf mehrere Tage oder zwei Wochenenden auf. So bleibt der Herbstputz überschaubar und wird nicht selbst zur Belastung.
Fazit: Mit weniger Chaos in die kalte Jahreszeit
Ein Herbstputz muss keine große Aktion sein. Wenn du die Aufgaben Schritt für Schritt angehst, kannst du dein Zuhause gründlich reinigen, gleichzeitig aussortieren und wichtige Bereiche für Herbst und Winter neu organisieren.
Konzentriere dich vor allem auf die Stellen, die im Alltag häufig liegen bleiben. Mit der Herbstputz Checkliste kannst du die einzelnen Aufgaben auf mehrere Tage verteilen und in deinem eigenen Tempo erledigen.
Und wenn danach jedes häufig genutzte Ding wieder einen festen Platz hat, wird es deutlich leichter, die neu geschaffene Ordnung auch im Alltag beizubehalten.

